Die Stille im Kopf

Mein Resume von letztem Jahr und der Start in das neue Jahr

Ich habe im letzten Jahr abgenommen.
Nicht leise. Nicht nebenbei. Und nicht nur äußerlich.

Was sich am stärksten verändert hat, sieht man nicht im Spiegel.
Es ist die Stille in meinem Kopf.

Mein ganzes Leben war da dieses permanente Grundrauschen rund ums Essen. Gedanken, die nicht laut waren, aber ständig da. Was ich esse. Was ich nicht essen sollte. Was ich mir verdient habe. Was ich bereue. Dieses Food Noise, das alles begleitet, selbst dann, wenn man eigentlich gerade lebt.

Zum ersten Mal seit Langem treffe ich Entscheidungen rund ums Essen, ohne dass sie sich wie Verhandlungen anfühlen. Kein inneres Feilschen. Kein ständiges Abwägen. Kein schlechtes Gewissen im Voraus. Da ist Raum entstanden. Und Ruhe.

Diese Stille war am Anfang ungewohnt.
Fast irritierend.
Denn wenn etwas wegfällt, das so lange präsent war, merkt man erst, wie viel Platz es eingenommen hat.

Ich lerne gerade, diese Stille zuzulassen. Sie nicht sofort zu füllen. Sie nicht zu misstrauen. Sondern sie als etwas Wertvolles zu begreifen. Als Zeichen dafür, dass mein Kopf nicht mehr dauerhaft im Widerstand ist.

Das vergangene Jahr war keine perfekte Reise, aber sie führte mich auf neue unbekannte Wege, die ich jetzt erforsche und mutig beschreite.

Vielleicht geht es bei meiner Reise nicht nur darum, Gewicht zu verlieren, sondern Lärm.

Und zu lernen, dass Stille nichts Bedrohliches ist –
sondern ein Anfang.

Erik

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